Articles | Volume 32, issue 1
https://doi.org/10.3285/eg.32.1.03
https://doi.org/10.3285/eg.32.1.03
01 Jan 1982
 | 01 Jan 1982

Die jungpleistozänen Äolianite in der südlichen Küstenzone von Israel: Ein Beitrag zur zeitlich-räumlichen Klimaentwicklung

Karl Brunnacker, Avraham Ronen, and Wolfgang Tillmanns

Abstract. Zwischen Gaza und Beer Sheva treten äolische Ablagerungen auf mit küstennahem Sand (Kurkar), landeinwärts sandigem Tonlöß und schließlich Tonlöß. Gemäß der faziellen Anordnung und der Schwermineralassoziation war die eiszeitliche Küstenzone Lieferquelle des äolischen Materials. Es wurde in Zeiten der Meeresregression ausgeweht. In Zeiten der Transgression haben sich makromorphologisch sehr kräftige Böden (Hamra) gebildet, nämlich ein Bodenkomplex, der das letzte Interglazial und das frühe Würm umfaßt, ferner ein „mittelpaläolithischer Boden". Etwas weiter nördlich ist zudem ein „epipaläolithischer Bodenkomplex" vorhanden. Ein Vergleich mit dem Periglazialraum nördlich der Alpen zeigt prinzipiell die nämliche Entwicklung, wobei absolute Datierungen von Höhlensintern und Travertinen ein zeitliches Grundgerüst liefern.

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